Einem aktuellen Beitrag des renommierten Handelsblatts zufolge steckt die staatliche Förderbank KfW aufgrund der aktuellen Finanzkrise wohl noch tiefer in den roten Zahlen als ohnehin bereits angenommen.
Wie das Blatt berichtet, beträgt der bilanzielle Verlust der Kreditanstalt für Wiederaufbau 1,8 Milliarden Euro für die ersten neun Monate. Aufgrund dieses über allen Erwartungen liegenden Minus wird gut informierten Kreisen zufolge bereits in den nächsten Tagen mit der Vorlage der Bilanzzahlen durch Bankchef Ulrich Schröder gerechnet. Offizielle Statements fehlen bislang, es darf also noch spekuliert werden (die Süddeutsche Zeitung berichtete vor einigen Tagen von einem KfW-Verlust von gut einer Milliarde Euro für die ersten neun Monate).
Die Gründe für die enormen Verluste sind primär - insbesondere in Anbetracht eines insgesamt durchaus stabilen operativen Geschäfts - in hohen Wertberichtigungen aufgrund der Insolvenz der US-Bank Lehman Brothers zu sehen. Natürlich sind auch die Folgen der mehrere Milliarden Euro teuren Rettungsaktion für die Mittelstandsbank IKB, an welcher die auf Förderung von Mittelstand und Eigenheimbesitz spezialisierte Bank mehrheitlich beteiligt war, nach wie vor zu spüren.