Konstante Ratenleistungen und Zinsfestschreibung
Annuitätendarlehen sind eine der klassischen Varianten im Bereich der Immobilienfinanzierung und haben auch in Zeiten immer neuer Finanzierungsansätze kaum an Beliebtheit verloren.
Grundsätzlich wichtigste Eigenheit von Annuitätenkrediten sind konstante monatliche Ratenleistungen. Die Ratenleistung beschreibt dabei die Summe aus Tilgung und Zins. Mit fortlaufender Zeit verringert sich die Restschuld, was sich in einem geringeren Zins- und einem höheren Tilgungsanteil niederschlägt. Warum? Ganz einfach: Wenn sich die Restschuld verringert, wird auch der auf die Restschuld zu zahlende Zins geringer. Wenn nun aber die Summe aus Tilgung und Zins konstant bleiben soll ("gleichbleibende Annuitäten"), so kann ein höherer Tilgungsanteil verrechnet werden.
Die tatsächliche Höhe des Zinssatzes ist - neben allgemeinen Einflussgrößen wie Refinanzierungsmöglichkeiten des Kreditinstitutes etc.- primär von der Zinsfestschreibungszeit abhängig. In aller Regel wird der Zinssatz umso höher ausfallen, je länger die vertragliche Zinsfestschreibungszeit ist. Übliche Größenordnungen im Annuitätendarlehen Bereich sind fünf, zehn oder zwanzig Jahre. Je höher der Zinssatz ist, um so schneller wird bei einem Annuitätenkredit mit gleicher Anfangstilgung entschuldet. Je niedriger der Zinssatz, desto eher könnten sich alternative Tilgungsvarianten lohnen.
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